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Die Geschichte von W.H. aus L.


Anfang 2003 trennten sich meine Frau und ich uns nach 28 Jahren Ehe im gegenseitigen Einvernehmen.

Gemeinsam besitzen wir ein Einfamilienhaus in der Eifel.
Das Haus wurde Ende 1999 - Anfang 2000 fertig gestellt und bis zu unserer Trennung von uns beiden bewohnt.
Meine damalige Ehefrau verließ dann unser Haus. Für eine Partei alleine, waren die Bankschulden zu hoch und so beschlossen wir, das Haus zu vermieten, was im März 2005 auch geschah.

Die ersten beiden Monate wurden die Mieten auch frist- und sachgerecht überwiesen. Von Mai bis einschl. Juli wurde dann keine Miete mehr überwiesen.

Auf meine Anfrage an den Mieter, warum keine Zahlungen erfolgten, gab dieser zu, wegen einer Kinderkommunionsfeier seien seine Restgeldbestände aufgebraucht, er selbst arbeitslos und auf Arbeitsuche. Sobald er wieder eine feste Anstellung habe, werde er selbstverständlich den fehlenden Betrag nachzahlen. Der Mieter fand wieder Arbeit und zahlte einen Monat die eineinhalbfache Miete. Mit einem Schreiben bat er mich, diese Form der Abtragung bis einschließlich Dez. 2005 weiter fortzuführen. Somit wären dann seine Schulden getilgt.

Diese Abmachung habe ich akzeptiert. Nachweisbar zahlte er im Oktober keine Miete, im November eine halbe Miete, im Dezember eine ganze Miete, im Januar eine halbe und im Februar keine Miete. Mehrmalige Anfragen meinerseits wurden jeweils telefonisch lapidar bestätigt und im Januar mit den Worten, "Woher denn nehmen, wenn nicht stehlen" abgetan.

Im Jan. 2006 zog ich dann einen Anwalt zu Rate und setzte eine fristlose Kündigung wegen Mietschulden zum 28.02.2006 fest.

Anfang Feb. besuchten dann meine mittlerweile geschiedene Frau und ich, nach vorheriger schriftlicher Benachrichtigung, den säumigen Mieter. Wir wurden anstandslos eingelassen. Das Haus machte einen sauberen Eindruck. Der Mieter gab an, er sei LKW-Fahrer und immer 3 Wochen lang auf Tour. Seine Ehefrau bezahle aber trotz seiner Bitte die Miete nicht.

Am 26.02.2006 fuhr ich nochmals zu unserem Eigentum, aber von Vorbereitung zum Auszug keine Spur.

In der Nachbarschaft im Ort wurden von dem Mieter dann die wildesten Gerüchte in Umlauf gesetzt.

Ausgezogen sind die Mieter bis dato nicht und machen auch keine Anstalten hierzu.

Seit 01.07.2005 bin ich selbständig - was immer mit einem relativ hohen Kostenanteil verbunden ist - und musste meine bis dato laufende Rechtschutzversicherung kündigen, da diese nur Arbeitnehmer, nicht aber Arbeitgeber versichert. Somit bin ich bis heute ohne verfügbare Rechtschutzversicherung und kann mir daher einen Anwalt nur bedingt leisten.

Meine geschiedene Ehefrau ist selbst erkrankt und musste ihre Arbeitszeit von einer Vollstelle auf eine 80% Stelle reduzieren, was ihr ebenfalls finanzielle Verluste beschert. Auch sie kann einen Anwalt nicht bezahlen.

Wir boten das Haus zum Verkauf an und fanden einen Käufer. Der Kaufvertrag gilt aber nur, wenn bis 30.03.06 das Haus zum 01.04.06 mieterfrei übergeben werden kann.

Fazit: Wir haben einen Mieter der keine Miete zahlt, können uns keinen Anwalt leisten und die Banken fordern ihr Recht. Außerdem müssen wir befürchten, dass der "Mieter" weiter in unserem Eigentum verbleibt und der Verkauf des Hauses somit hinfällig wird.

Als Schlussbemerkung möchte ich noch anfügen, dass sowohl die Ehefrau des Mieters, als auch der Mieter selbst, in einem festen Arbeitsverhältnis stehen ( Sie ist bei der POST und er als Fernfahrer tätig ).









Name und Anschrift der/des Betroffenen sind der Redaktion bekannt.
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