Navigation
Partner

Die Geschichte von E.B. aus R.


Wir wollten unser Einfamilienhaus im Sommer 2002 nach dem Auszug eines Mieters, der uns über EUR 10.000,-- (lt. Urteil zu unseren Gunsten) schuldig geblieben war, lieber verkaufen als vermieten.

Wir haben das Haus einem Makler angeboten, der uns einen "Kunden" vermittelte. Den ersten Notartermin ließen der Kunde und seine Lebensgefährtin platzen. Als Ausrede diente die "böse Bank", die dem seriösen selbständigen Geschäftsmann (damals 58) in letzter Minute Schwierigkeiten bei der Kreditgewährung machte.

Für uns war damit die Angelegenheit erledigt, aber die "Käufer" zusammen mit dem Makler haben uns überzeugt (überredet), daß die Schwierigkeiten doch zu überwinden seien. Kurz und gut, die Käufer haben sich die Auflassungsvormerkung im Grundbuch erschlichen, aber wir haben keinen Cent des Kaufpreises erhalten.

Schließlich haben wir -nach 3 Jahren- auf alle unsere notariellen Ansprüche (über EUR 35.000,-- ohne Schadensersatz) verzichtet und einem Vergleich zugestimmt, der bestimmte, daß der "Käufer" zum Jahresende das Haus plus 2 Garagen räumen muß. Außerdem wurde die Auflassungsvormerkung im Grundbuch gelöscht. Inzwischen weiß ich, daß der Herr, der bereits bei Vertragsschluß mehrere eidesstattliche Versicherungen abgegeben hatte, gar nicht ans Ausziehen denkt, sondern sogar droht, das Haus zu verwüsten, wenn kein Geld von uns fliest. Jetzt erfahre ich, daß ich den Herrn trotz Urteil vom Amtsgericht (seine Lebensgefährtin ist inzwischen ausgezogen) nicht am 2. Januar 2006 vor die Tür setzen darf, sondern über meinen Anwalt den Gerichtsvollzieher bestellen und eine hohe Vorauszahlung von mehreren tausend Euro leisten muß.
Dann wird das Haus zuzüglich der 2 bis unter die Decke beladenen Garagen geräumt, der Plunder zwei Monate gelagert und dann entmüllt. Für alle Kosten müssen wir aufkommen und abwarten, ob er unser Haus ebenso wie das vorher gemietete Anwesen verwüstet. Das darf doch alles nicht wahr sein. Wir haben das Haus mühsam abbezahlt, Monate vor seinem Einzug ein neues Badezimmer eingebaut, etc, etc. Ist das denn so in Ordnung? Für einen Rat wäre ich dankbar! Mit freundlichen Grüßen
E.B.



Nachtrag:

Wir haben inzwischen EUR 3.000,-- Vorauszahlung an den Gerichtsvollzieher als Räumungsvorschuss überwiesen und einen Räumungstermin für den 12.01.06 zugesagt bekommen. Daraufhin hat der "Betrüger" einen Eilantrag auf Räumungsschutz beim Amtsgericht gestellt, ohne den ergangenen Gerichtsvergleich des Landgerichtes zu erwähnen, in welchem er sich verpflichtet, auf Räumungschutz zu verzichten. Wir mußten jetzt wieder unseren Rechtsanwalt beauftragen, dagegen vorzugehen (alles mit Kosten verbunden), denn nur weil der Herr Betrüger in dem Vergleich auf Räumungsschutz verzichtet hat, haben wir uns auf diesen Vergleich eingelassen und auf alle unsere Ansprüche verzichtet. Ich wette jedoch, daß diesem Herren noch irgendetwas einfällt, um weiterhin auf unsere Kosten dort zu wohnen. Ich bin gespannt, ob unsere Strafanzeige im neuen Jahr endlich zu einer Verurteilung des vorbestraften Betrügers führt. Vielen Dank auch für Ihren Rat!
E.B.









Name und Anschrift der/des Betroffenen sind der Redaktion bekannt.
Informationen
Sponsoren